Die Bretagne ist zuchtmäßig in zwei Gebiete aufgeteilt, die von den Staatsgestüten Lamballe und Hennebont mit Hengsten versorgt werden.Bisher wurden die Hengste im Frühjahr auf die Stationen verteilt. Von dort aus wurden sie mit LKW's zu den Züchtern gebracht. Seit einigen Jahren wurden verstärkt Hengste in der künstlichen Besamung eingesetzt. Dadurch sollten die Kosten für den Deckbetrieb vermindert werden.
Die neuesten Verlautbarungen von staatlicher Seite deuten darauf hin, daß der Staat sich aus dem Zuchtbetrieb zurückziehen will. Wie sich dies auf die gesamte Zucht auswirken wird, ist noch ungewiss. Denn die Kosten für das Decken der Stuten wird sich erheblich verteuern. Bislang zahlten die Züchter 77€ dafür, daß die Hengste bzw. Sperma auf den Hof gebracht wurde bis zur Trächtigkeit, Ultraschalluntersuchung inklusive! Ein weiterer Faktor für die Entwicklung der Zucht ist der Preis für Pferdefleisch. 2000 lag er danieder, in 2001 hat er sich dank der Rinderkrise zu neuen Höhenflügen entwickelt und wird dadurch bestimmt starke Anreize für die Zucht geben. Langfristig aber wird die Kaltblutzucht nur eine Chance haben, wenn das Pferd in der Arbeit und Freizeit der Menschen als Partner einen Platz finden wird. Die Chancen hierzu stehen gut: Der Bretone bringt alle Eigenschaften mit, die man sich von einem Pferd wünschen kann, wenn man keinen Wert auf höchste Geschwindigkeit legt: Ruhe, Kraft, Zugwilligkeit, ausgeglichenes Temperament, guter Charakter, Vielseitigkeit, Ausdauer. Der Bretone in Zahlen (2006):- Man schätzt ungefähr 15.000 Bretonen in Frankreich
- 717aktive Bretonen-Deckhengste (1/3 Haras Nationaux et 2/3 private)
- 6.700 aktive Bretonen-Zuchtstuten
- 10.062 Stuten gedeckt von Bretonen-Hengsten von 35.000 Stuten aller Kaltblutrassen
- 3.380 eingetragene Fohlen, davon 45 % in der Bretagne
- 3.100 Züchter in Frankreich (durchschnittlich : 2.1 Stuten pro Betrieb)
- davon 1.420 in der Bretagne (46 % der Betriebe und 40 % der Population)
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